Was ist Parodontitis?

Parodontitis ist die Entzündung des Zahnhalteapparates, des Parodontiums. Hauptursache für entzündliche Zahnfleischerkrankungen sind Bakterien, die sich in Zahnstein oder anderen Zahnbelägen finden. Werden diese nicht regelmäßig vollständig entfernt, wandern diese Bakterien wie ein Keil zwischen Zahnfleisch und Zahn und bilden Zahnfleischtaschen, in denen für die Bakterien ideale Lebensbedingungen herrschen.

 

Unerreichbar für die häusliche Mundhygiene entwickeln sich die Entzündungen in die Tiefe und zerstören dabei den Kieferknochen. Dies kann im schlimmsten Fall dann zum Zahnverlust führen.

 

Die Mehrzahl der Erwachsenen in Deutschland

leiden unter Zahnfleischentzündungen

 

Die Parodontitis ist eine chronische Erkrankung mit Phasen des Stillstandes und aktiven Phasen der Verschlimmerung. Oftmals bemerken Patienten die Erkrankungen erst sehr spät, wobei erste Anzeichen oft schon bei jungen Erwachsenen zu erkennen sind:

 

  • Zahnfleischbluten beim Putzen oder Essen,
  • Schwellungen, Rötungen oder Schmerzempfindlichkeiten am Zahnfleisch,
  • Probleme mit Mundgeruch oder schlechter Geschmack,
  • die Zähne werden scheinbar länger.

 

Konsequente Mundhygiene und ein regelmäßiger Prophylaxerecall sind die wichtigsten Voraussetzungen für den langfristigen Erfolg!

 

 

Unser Tätigkeitsschwerpunkt: Parodontologie

Besteht der Verdacht auf eine Zahnfleischentzündung kann zunächst mit einer Prophylaxesitzung überprüft werden, ob eine vollständige Abheilung eintritt. Dies kann bei oberflächigen Entzündungen, die auf das Zahnfleisch begrenzt sind, der Fall sein.

 

Reicht eine einmalige Prophylaxesitzung nicht aus, so führen wir bei Ihnen ein Mundhygieneprogramm durch, das sich über einen Zeitraum von vier Wochen erstreckt. Durch wiederholte Zahnreinigungen und intensive Aufklärung wird eine spätere Parodontitistherapie vorbereitet. Auch erlernen Sie wie Sie Ihre häusliche Mundhygiene so optimieren, dass des später nicht zu einem sog. Rezidiv, einem erneuten Krankheitsausbruch, kommt.

 

Bestätigt sich die Diagnose Parodontitis, so schließt sich eine systematische Therapie an, bei der mit speziellen Instrumenten (Hand-, Schall- oder Ultraschallinstrumente) der sog. bakterielle Biofilm in den Zahnfleischtaschen zerstört und entfernt wird.

 

In einigen Fällen kann sich einige Wochen später eine chirurgische Therapie an einzelnen Zähnen anschließen.

 

Nach Abschluss dieser Behandlungsschritte beginnt die Phase der Erhaltungstherapie mit einem festen Rhytmus an Zahnreinigungen und Prophylaxesitzungen, der sich streng an Ihrem persönlichen Risikoprofil orientiert.